Daniela und Bruno haben sich auf einer Party in Santiago de Chile kennengelernt. Was die beiden zunächst nicht ahnen: Schon bald landen sie zusammen in einem Motel-Bett, wo sie sich leidenschaftlich lieben. Als sie nach dem Sex feststellen, dass sie nicht einmal ihre Vornamen kennen, entspinnt sich eine erste Annäherung. Aus der leichten und oberflächlichen Unterhaltung wird ein immer intimeres Gespräch. Sie kommen sich näher, sie haben Spaß miteinander, sie entdecken nach und nach immer mehr vom wirklichen Leben des Anderen und beginnen, an ihren brüchigen Lebensentwürfen zu zweifeln...

Bereits mit seinem gelungenen, mehrfach preisgekrönten Kinofilm-Debüt "Sábado - Das Hochzeitstape" sorgte der chilenische Regisseur und Drehbuchautor Matías Bize 2003 für Aufsehen. 2005 legte er nach der Vorlage von Julio Rojas die kammerspielhafte und voyeuristisch angehauchte Tragikomödie "En la cama" vor, in der er erneut die attraktive Blanca Lewin in der Hauptrolle besetzte. Die müht sich mit reichlich und durchaus sehenswertem Brusteinsatz an der Seite von Gonzalo Valenzuela ab, aber die belanglosen Dialoge über Gott und die Welt langweilen mehr, als dass sie unterhalten. Da nützen auch die zum Teil expliziten Sexszenen nichts. Trotzdem wurde "En la cama", auf deutsch "Im Bett", mehrfach ausgezeichnet.

Foto: Farbfilm (Barnsteiner)