Regisseur Nikolai Vialkowitsch hat alte dreidimensionale Bilder, die zwischen 1840 und dem Ende des 1. Weltkriegs mit Hilfe der sogenannten Stereoskopie entstanden sind, zu einem Dokumentarfilm zusammengestellt und präsentiert sein Werk nun in 3D.

Unzählige stereoskopische Fotos, also aus zwei Perspektiven aufgenommene Doppelbilder, die eine Tiefenwirkung entfalten, und einige, wenige bewegte Bilder zeigen den Ausbruch des Krieges, Paraden des deutschen Kaiserreichs, den Taumel der ersten Kriegsbegeisterung und schließlich die Schützengräben der großen Schlachten.

Zitate aus Tagebüchern und Briefen

Begleitet werden die detailreichen Bilder von Zitaten aus Tagebüchern und Briefen, verfasst von Zeitgenossen wie dem Schriftsteller Stefan Zweig und dem französischen Cellisten Maurice Maréchal, aber auch von einfachen Soldaten, Männern und Frauen beiderseits der Frontlinien. Symphonische Musik aus der Feder von Henrik Albrecht, die durch das Filmorchester Babelsberg eingespielt wurde, untermalen die Bilder zusätzlich.

Großer Quellenschatz und eigenartig anonym

Das Ergebnis ist eine weitere Dokumentation über den Ersten Weltkrieg, der man zu Gute halten muss, dass sie einen riesigen Quellenschatz offenbart. Auch die technische Aufmachung ist gelungen, da in dieser Form noch nicht gesehen.

Ansonsten erinnert das Werk allerdings an bereits bekannte Dokumentationen wie "14. Tagebücher des Ersten Weltkriegs" und bleibt eigenartig anonym.