Im Paris in der Siebzigerjahre hofft die exzentrische Fotografin Hannah endlich Erfolg zu haben, indem sie ihre minderjährige Tochter Violetta als verführerisches Objekt vor ihrer Linse inszeniert. Nur an der eigenen Karriere interessiert, merkt Hannah nicht, dass sie ihrer Tochter die Kindheit raubt und diese mehr und mehr gegen sich aufbringt ...

Mit ihrem Regiedebüt inszenierte Eva Ionesco ihre eigene Geschichte. Denn sie wurde als Kind durch die Akt-Fotos ihrer Mutter Irina tatsächlich zum umstrittenen Star der Pariser Kunstszene. Die filmische Umsetzung der Zurschaustellung durch die eigene Mutter wirkt bizarr, fahrig und unkontrolliert. Szenen, die Tiefe versprechen, werden kurzerhand geschnitten, um dann in Belanglosigkeiten einzusteigen. Das streng auf Dauer an und langweilt mehr als es unterhält. Wer aber an einer Frau interessiert ist, die rücksichtslos die Bedürfnisse ihres Kindes ignoriert, ist hier gut aufgehoben.



Foto: X-Verleih