Kommissarin Michèle Varin (Josiane Balasko, Foto) lassen die Geister der Vergangenheit keine Ruhe. An einem 29. Februar verlor sie ihren Sohn, und seitdem kehren alle vier Jahre Albträume, Schuldgefühle und Schlaflosigkeit wieder, die Varin jeglichen Lebensmut rauben. Selbstmord scheint ihr der einzige Ausweg zu sein - doch gerade jetzt muss sie den Fall einer Frau lösen, die sich offenbar selbst im Wald erhängt hat. Das Opfer litt an schizophrenen Schüben und Wahnvorstellungen. Plötzlich suchen diese auch Varin heim, und bald kann sie nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Illusion unterscheiden. Als sich dann noch ihr Ermittlungspartner erschießt, verwischen sich endgültig die Grenzen zwischen Realität und Wahn, Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mord und Selbstmord ...

Regisseur und Drehbuchautor Guillaume Nicloux ("Der steinerne Kreis") - er ist hier selbst in einer kleinen Rolle als Polizist zu sehen - schafft in seinem in der tiefsten Provinz angesiedelten Psychothriller eine beklemmende wie düstere Atmosphäre der Angst, die an Filme von David Lynch und Nicolas Roeg erinnern. Josiane Balasko wurde für ihre darstellerische Bravourleistung als Kommissarin, die an den Vorkommnissen in ihrem Leben zu zerbrechen droht, für den französischen Filmpreis César nominiert.

Foto: ZDF/Jean-Claude Lother