Im April 1994 wird Ruanda von einem Völkermord heimgesucht. Hartgesottene Hutu bringen alle Tutsi um, deren sie habhaft werden können. Der Soldat Augustin Muganza und sein Kamerad Xavier entziehen sich der militärischen Führung, um ihre Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen. Doch Augustin wird von seiner Frau Jeanne und seinen beiden Söhnen, die er in die Obhut seines Bruders Honoré gegeben hat, getrennt. Für Augustin beginnt ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Nur knapp entrinnt er im eigenen Haus der Säuberungsaktion der aufgebrachten Hutu. Wird er seine Frau, seine Söhne und seine Tochter, die in einem nahe gelegenen katholischen Internat untergebracht war, noch einmal wieder sehen?

Der 1953 auf Haiti geborene Raoul Peck ("Lumumba") inszenierte dieses eindringliche Werk, das 2006 den Preis für den besten Film beim internationalen Filmfestival Durban erhielt. Pecks filmisches Werk zeichnet sich durch technisch-künstlerisches Können aus, welches mit Weitblick und dem Mut gepaart ist, unbequeme soziopolitische Probleme zu thematisieren. Der Wahl-New Yorker Idris Elba, der als Kind afrikanischer Eltern 1972 in London geboren und als "DJ Big Driis the Londoner" bekannt wurde, überzeugt hier in der Rolle des Augustin Muganza. Elba begann seine Schauspielkarriere im Alter von 22 Jahren mit Rollen in britischen Fernsehserien. Der Durchbruch gelang ihm 1999 mit der Rolle des Grégoire in dem französischen Spielfilm "Meine schöne Schwiegermutter". Weitere Rollen hatte er später in "Army Go Home!", "The Reaping" und "American Gangster" (2007).