Vor 40 Jahren wurde Polizist Anton Welves während einer Verkehrskontrolle von einem Terroristen erschossen. Seine Frau Erika ist nie darüber hinweggekommen, zumal der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Im Gegenteil: Weil der sich damals als Kronzeuge zur Verfügung stellte, schützte ihn der Staat und verschaffte ihm eine neue Identität. Erika kann dieses Unrecht bis heute nicht beiseite schieben. Als sie mit Hilfe des Journalisten Max Beiler eine Spur des Mörders findet, eröffnet sich endlich eine Chance zur Vergeltung ...

Autor und Regisseur Hartmut Schoen ("Die Mauer - Berlin '61", "Der Grenzer und das Mädchen") erzählt mit vielen Rückblenden die bewegende Geschichte einer Frau, die nicht nur einen geliebten Menschen verloren hat, sondern auch den Glauben in die Rechtsprechung. Die Story ist fiktiv, nicht jedoch ihr Hintergrund: Bis zum heutigen Tag geben Behörden diverse Details des RAF-Terrors nicht preis - auch gegenüber den Angehörigen der Opfer nicht. Senta Berger beweist hier wieder einmal, dass sie vollkommen zu Recht zu Deutschlands besten Charakterdarstellerinnen zählt.

Foto: WDR/Thomas Kost