Nach der Vertreibung aus ihrem russischen Heimatdorf landet das jüdische Mädchen Suzie in England. Als junge Frau geht sie nach Paris, um dort ein neues Leben zu beginnen. Sie bekommt einen Job als Statistin an der Oper. Dort lernt sie den eigenwilligen Pferdehändler Cesar, einen Roma, kennen und lieben. Der Zweite Weltkrieg hat inzwischen begonnen und es droht die Besetzung von Paris durch die Deutschen. Noch dazu will ein eitler italienischer Tenor die beiden Liebenden an die Nazis verraten...

Sally Potter ("Orlando", "Tango-Fieber") versuchte sich an einem opulenten Historien-Film, in dem Heimatlose ihre Identität suchen. Doch selbst die Starbesetzung kann hier nicht viel helfen. Denn die Regisseurin scheint mehr am Bohemian-Leben, denn an den Figuren interessiert zu sein. So springt aus jeder zweiten Einstellung dem Betrachter förmlich der Begriff "Kunst" entgegen. Auch hier gilt: weniger wäre mehr gewesen. Schade!