Als eine Gangsterbande eine Bank besetzt und Personal und Kundschaft als Geiseln nimmt, glaubt Detective Frazier (Denzel Washington, Foto r. mit Willem Dafoe) zunächst an einen ganz gewöhnlichen Fall. Doch schnell stellt er fest, dass der Anführer der Räuber äußerst kontrolliert die Lage beherrscht. Denn mit gelassener Ruhe und scharfem Verstand stellt er seine Bedingungen, denen er notfalls auch mit Brutalität Ausdruck verleiht. Frazier muss bald erkennen, dass der Oberschurke ihm immer einen Schritt voraus ist. Dass die Räuber es nicht unbedingt auf das Geld abgesehen hat, erkennt Frazier, als sich ein dubioser Geldaristokrat und eine ebenso dubiose Vermittlerin einschalten. Doch was eigentlich vorgeht, versteht er nicht. Erst am Ende geht ihm ein Licht auf ...

Nichts deutet darauf hin, dass hier Regisseur Spike Lee die Fäden gesponnen hat. Denn er hat jenseits politischer Floskeln ein packendes, intelligent verschachteltes Katz-und-Maus-Spiel entwickelt, das man so seit "Thomas Crown ist nicht zu fassen" nicht mehr gesehen hat. In moderner Inszenierung schildert er mit Coolness, einer Prise Humor, eindeutigen Andeutungen und starken Darstellern - vor allem das Kopfduell zwischen Clive Owen und Denzel Washington ist grandios - ein cleveres Gaunerstück, dass vom Zuschauer durchaus Denkarbeit erfordert.

Foto: UIP