Polit-Journalist Pierre Peders ärgert sich gewaltig, weil sein Chef ihn wohl wegen seiner Alkohol-Probleme nicht nach Washington schickt, wo sich ein Skandal ersten Ranges abzeichnet. Stattdessen verlangt er von ihm, in New York das Starlet Katya zu interviewen. Als Pierre die Schauspielerin seinen Ärger durch herablassende Sprüche spüren lässt, reagiert die recht zornig. Als sie dann aber das Interview in Katyas Wohnung fortsetzen, entwickelt das Gespräch eine seltsame Eigendynamik, bei dem nicht klar ist, wer hier wen belügt und wer tatsächlich seine Maske fallen lässt ...

Steve Buscemis Regie-Arbeit ist gleichzeitig eine Verbeugung vor dem ermordeten niederländischen Filmemacher Theo van Gogh, der das Zwei-Personen-Stück ebenfalls schon Das Interview hatte. Denn in Buscemis Remake tragen die Figuren die Vornamen der Hauptdarsteller des Originals (Pierre Bokma und Katja Schuurman, die hier sogar einen Kurzauftritt hat), die Niederländerin Tara Elders (hier als Schauspielkollegin zu sehen) gehörte zu Van Goghs Dauerbesetzung und Van Gogh ist auf einem Foto zu sehen. Ebenso wie Van Goghs Film überzeugt auch dieses Kammerspiel durch ausgefeilte Dialoge, den mitunter perfiden Gedankenaustausch und die oft knisternde Atmosphäre.

Foto: ARD/Degeto