Der Mitt-Sechziger Josef hat vor kurzem Frau und Sohn verloren und kommt mit dem Schmerz über den Verlust nicht zurecht. Da taucht unvermittelt Nina, eine Cousine seiner Frau, auf, die sich kurz darauf in der geräumigen Villa von Josef samt ihrem Sohn und deren Frau einnistet. Zunächst ist Josef davon angetan, wieder Menschen um sich zu haben. Als dann auch noch Ninas Freund in die Villa einzieht und sich die liebe, invasorische Verwandtschaft mehr und mehr herausnimmt, wird die Situation für Josef immer unerträglicher ...

Aus der Geschichte, dass fremde Menschen sich in einem Haus einnisten, hätte man durchaus etwas machen können, zumal Erinnerungen an Meisterwerke wie "Gewalt und Leidenschaft" wach werden. Doch mit derlei Filmen kann diese langweilige, zeitweise alberne bis unglaubwürdige Variante der feindlichen Übernahme von Regisseur Dito Tsintsadze ("Lost Killers", "Schussangst") in keiner Minute mithalten, zumal das Ganze auch kein Kinoformat hat.



Foto: Neue Visionen/Tom Trabow