Zwei kriminelle Jugendlichen bauen mit dem Auto, das sie gestohlen haben, einen schweren Unfall. Doch statt sich um das Opfer zu kümmern, setzen sie ihre Fahrt fort, flüchten und fackeln, um sämtliche Spuren zu beseitigen, den Wagen auf einem einsamen Parkplatz ab. Bei den Ermittlungen finden die Polizisten, in einem stillgelegten Silo in direkter Nähe des ausgebrannten Autos, die abgemagerte Leiche eines Mädchens. Die Spuren führen Irene Huss und ihre Kollegen zu einem russischen Mädchenhändler und dessen Prostituierten-Ring. Und auch das Unfallopfer, ein Polizist und der langjährige Freund von Irene Huss' Chef, lässt viele Fragen aufkommen. Wieso trug er bei 15 Grad minus nur recht dünne Joggingbekleidung? Und wieso joggte er noch so spät auf einer abgelegenen Straße?

Regisseur Emiliano Goessens lieferte hier eine von diesen typisch skandinavischen Krimierzählungen ab, bei denen sich im Laufe der Geschichte alle losen Handlungsstränge auf überraschende Art miteinander verknüpfen und zu einer unerwarteten Lösung führen. Ein großes Manko: Die Geschichte bleibt an einigen Stellen unlogisch. Das dürfte Helene-Tursten-Fans jedoch nicht stören. Die Umsetzung der Romanvorlage ist - mit den üblichen Schwächen, die Verfilmungen mit sich bringen - recht gut gelungen. Leser der beliebten und erfolgreichen Krimi-Reihe rund um die Göteborger Ermittlerin werden nicht enttäuscht sein. Krimiexperte Goessens inszenierte auch vier Episoden der erfolgreichen Reihe "Kommissar Winter", die Camilla Läckberg-Verfilmung "Olycksfågeln" und die Irene-Huss-Episode "Irene Huss, Kripo Göteborg - Teufelskreis".

Foto: ARD Degeto /Illusion Film/A. Aristarhova