Zweifellos ist die allein erziehende Angie eine eigenwillige Zeitgenossin, die sich durchaus zu behaupten weiß. Dennoch verliert sie ihren Job in einer Personalvermittlung. Doch Angie strotzt vor Selbstbewusstsein und lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Kurzerhand eröffnet sie eine eigene Agentur, in der sie hauptsächlich einer Klientel aus Osteuropa Jobs verschafft. Allerdings merkt sie bald am eigenen Leib, wie hart das Geschäft ist und Gesetze eher dazu da sind, übertreten zu werden. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in einen Polen ...

Wieder einmal erzählt Filmemacher Ken Loach eine Geschichte aus der Unterschicht, schildert das Leben einer Jobvermittlerin, die zwischen die Fronten von Wirtschaftsbossen, Menschenhändlern und illegalen Arbeitern gerät und dort mehr und mehr aufgerieben wird. Dabei verliert er sich leider auch allzu oft in unglaubwürdigen Handlungssträngen, lässt die Protagonistin eine allzu aufgepfropft wirkende Katharsis durchlaufen. Hier wäre weniger vielleicht mal wieder mehr gewesen.

Foto: Neue Visionen