Ein wahnsinniger Frauenmörder macht das Londoner East End des 19. Jahrhunderts unsicher. Der mysteriöse Killer hat es nur auf Prostituierte abgesehen. Aus den eigentümlichen Verstümmlungen der Opfer schließt die Polizei um Inspektor Abberline, dass "Jack The Ripper", wie er sich in einem Bekennerschreiben nennt, medizinische Kenntnisse haben muss. Die Journalistin Catherine Winnwood, die Verlobte des Starchirurgen Jonathan Stevens, schöpft einen furchtbaren Verdacht ...

Der Thriller von William Tannen ist eine stimmungsvolle und spannende Neuverfilmung der Ripper-Geschichte. Obwohl - oder vielleicht gerade weil seine Identität nie geklärt wurde, ist der selbst ernannte 'Jack the Ripper' einer der berühmt- berüchtigsten Mörder der Kriminalgeschichte. Das Kino 'verdankt' ihm so manche spannende Stunde, Grusel und Horror waren und sind mit seinem Namen verbunden. Er wurde als fanatischer Frauenhasser, als psychisch kranker Chirurg, entsprungener Irrer, sogar als Mitglied der königlichen Familie 'enttarnt'. Sherlock Holmes hat ihn gar zwei Mal auf der Leinwand gefasst. Die berühmtesten Leinwand-"Ripper" der Stummfilmzeit waren der Engländer Ivor Novello und die beiden Deutschen Gustav Diessl und Werner Krauss. In der Tonfilmära verbreiteten David Warner, John Fraser und Jack Palance am besten Angst und Schrecken. Und last, but not least, Deutschlands Exzentriker Nr. 1, Klaus Kinski, der wohl gruseligste "Jack the Ripper" (1976, Regie: Jess Franco). Im Kino jagte 2001 Johnny Depp in "From Hell", der Adaption eines brillanten Comics von Alan Moore, den bestialischen Killer.

Foto: ARD/Degeto