Johnny Knoxville und sein Stuntmen-Team erweisen sich wieder einmal im Ersinnen schmerzhafter und/oder ekliger Idiotien als recht kreativ, und das - wie in der oft angefeindeten MTV-Serie - ohne jede Handlung. Ob sie nun mit einem ganz normalen Mietwagen zum Crash-Rennen fahren und das gute Stück dabei völlig zerlegen, sich Raketen an die Roller-Skates schrauben oder in den Hintern stecken: Hier kann es gar nicht bekloppt genug zugehen. Einer lässt sich einen Smiley auf den Arm tätowieren - aber auf einem Geländewagen, der gerade mit Vollgas über eine Buckelpiste jagt. Entsprechend abstrakt ist das Ergebnis. Man kann sich auch von Baby-Alligatoren beißen lassen oder mit einem Elektroschocker empfindliche Teile malträtieren. Oder ein Hartgummigeschoss auf den ungeschützten Bauch ballern lassen. Oder sich beim Japaner eine Ladung extrascharfes Wasabi durch die Nase reinziehen. Geht alles...

Schon Frank Zappa riet 1974 in einem Song: "Don't eat the yellow snow!" Die Jackass-Chaoten machen es trotzdem - mit sehr unappetitlichem Resultat. Wer meint, das sei doch zum Kotzen, hat Recht, und genau das kommt hier oft genug vor. Zweimal treiben es die Jungs so arg, dass selbst die Kameramänner nicht mehr an sich halten können (dies wird im Bild dokumentiert). Und wer sogar meint, dafür haben die Typen doch Prügel verdient - nun, das besorgen sie schon selbst. Johnny Knoxville steigt gegen einen Schwergewichts-Profiboxer in den Ring und lässt sich buchstäblich krankenhausreif schlagen. Ein anderer bezieht (freiwillig) fürchterliche Dresche von der Kickbox-Weltmeisterin. Kurz und gut: anderthalb Stunden grober Unfug. Das entzieht sich letztlich jeder ernsthaften Kritik, den einen wird's amüsieren, der andere wird fluchtartig das Kino verlassen.