Journalist Baldur erfährt die Identität seines Vaters erst, als von dessen Unfalltod in einem Zeitungsartikel seiner Kollegin Elín berichtet wird. Begierig, mehr über den Mann, der die Familie schon vor Baldurs Geburt verlassen hat, zu erfahren, stellt der Journalist Nachforschungen an und stößt auf Ungereimtheiten. Die Polizei geht bei dem tödlichen Sturz von einem Arbeitsunfall oder Selbstmord aus, doch verschwundene Überwachungsbänder und eine seltsame Wunde in der Brust des Opfers wecken in Baldur eher den Verdacht auf Mord. In einer Undercover-Aktion schleust er sich als Wachmann in das Kraftwerk ein, in dem sein Vater zu Tode gekommen ist, und versucht, über die Angestellten an Insider-Informationen zu gelangen. Doch die wortkargen Mitarbeiter sind nicht begeistert von dem Neuzugang, der nicht einmal aus ihrem Heimatdorf stammt ...

Ein spannender wie atmosphörisch dichter Mysterythriller des Isländers Björn Br. Björnsson, der den Regisseur auf Anhieb in die Oberliga skandinavischer Filmemacher katapultierte und mit dem isländischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Björnsson bedient sich der atemberaubenden Landschaft Islands, die schon von Meisterregisseur Clint Eastwood für seinen Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima" oder dem James-Bond-Streifen "James Bond - Stirb an einem anderen Tag" als perfekter Schauplatz spannungsgeladener Action entdeckt worden ist. Konsequent spielt Björnsson dabei mit den Zuschauererwartungen und lässt durch überraschende Wendungen ständig neue Theoriegerüste in sich zusammenfallen.

Foto: ZDF/Carsten Lehmann