Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Fanny Price wurde schon als Kind von ihren Eltern zu ihrer reichen Tante Lady Bertram und deren Mann Sir Thomas nach Mansfield Park geschickt. Dort wächst sie wohlbehütet mit ihren zwei Cousins und zwei Cousinen auf, fühlt sich aber nie als Teil der Familie, da sie unter ihrer gefühlskalten Tante und den verwöhnten Cousinen leidet. Nur ihr Onkel, Sir Thomas, und ihr Cousin Edmund meinen es gut mit ihr. Aus der tiefen Freundschaft zu Edmund wird im Laufe der Jahre Liebe, die Fanny Edmund jedoch nie gesteht. Als Sir Thomas geschäftlich für längere Zeit verreisen muss, bekommt die Familie Besuch von dem Geschwisterpaar Mary und Henry Crawford. Die forsche Mary hat es auf Edmund abgesehen, während es sich Henry zum Ziel gesetzt hat, dessen Schwestern Julia und Maria den Kopf zu verdrehen, dabei ist Maria bereits mit dem reichen Mr. Rushworth verlobt. Doch überraschenderweise verliebt sich Henry in die zurückhaltende Fanny ...

Und noch eine Jane-Austen-Verfilmung, dieses Mal von Regisseur Iain B. MacDonald in der Drehbuch-Adaption von Maggie Wadey. Nach Patricia Rozemas gleichnamigen Mansfield Park ist dieser viktorianische Bilderbogen die zweite Verfilmung des 1814 erschienenen Romans der britischen Schriftstellerin. Auch hier gilt: die Probleme der einstigen gehobenen Gesellschaft sind zwar prächtig in Szene gesetzt, doch packen heute einfach nicht mehr. In der Hauptrolle ist die ehemalige Sängerin Billie Piper zu bewundern, die hierzulande durch die beiden Sally-Lockhart-Verfilmungen "Sally Lockhart - Der Rubin im Rauch" und "Sally Lockhart - Der Schatten im Norden" sowie durch die Rolle der Rose Tyler in der Kultserie "Doctor Who" bekannt wurde.

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