Janis Joplin gehört zum sogenannten Club 27. Die Sängerin starb, wie so viele berühmte Musiker, darunter Kurt Cobain oder Amy Winehouse, mit nur 27 Jahren. Joplin, die Zeit ihres Lebens um Anerkennung und Liebe kämpfte, beendete ihres mit einer Überdosis Heroin.

Regisseurin Amy Berg hat nun das Leben der Rockikone nachgezeichnet und wirft dabei einen interessanten Blick hinter die Kulissen. Sie beschreibt den Werdegang von einer Schülerin, die ausgegrenzt wurde, weil sie anders war, zur "Queen des weißen Bluesrock", wie sie später unter anderem genannt wurde.

Dabei muss man der jungen Joplin Respekt zollen: Sie brachte sich alles autodidaktisch bei und erarbeitete sich ihren Erfolg. Doch dieser zeigte bald seine Schattenseiten: Beim Woodstock-Festival 1969 legte sie alkoholisiert einen unrühmlichen Auftritt hin und auch gesanglich überzeugte sie nicht.

Erst 1970 schien sie mit der Full Tilt Boogie Band wieder durchzustarten und zeigte erneut ihr Können – bis sie im Oktober verstarb.

Eine Reise in die Vergangenheit

Mit viel, zum Teil bislang unveröffentlichtem, Archivmaterial und Originalbriefen aus der Feder Joplins an ihre Familie und Freunde zeigt Berg einen Menschen, der hinter der kraftvollen Fassade zutiefst unglücklich war.

Joplin fühlte sich nie richtig angenommen und baute dies gefühlvoll in ihre Lieder ein. Interviews mit ihren Verwandten und anderen Wegbegleitern runden das interessante Porträt ab.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Janis: Little Girl Blue":