Mit seiner liebenswerten Frau Aimée und dem reizenden Töchterlein Manon möchte Jean de Florette in einem kleinen französischen Dorf im Haus seiner Mutter ein friedliches Ökobauernleben verbringen. Doch das ganze Dorf stellt sich gegen ihn, vor allem Papet und sein Neffe Ugolin ...

In Claude Berris Kinohit nach Marcel Pagnols berühmtem Provence-Roman "Die Wasser der Hügel" legt Daniel Auteuil als Ugolin eine meisterhafte Schauspielerleistung vor. Scheu und schwachsinnig, intrigant, hässlich und dann auch wieder sympathisch, letztendlich ein erbärmlicher Bauer, den Marcel Pagnol als "dünn und drahtig wie eine Ziege" beschreibt. Auteuil, der hier den großen Montand und Gérard Depardieu schauspielerisch überragt, wird in dieser Rolle zu einem Emblem für ein Stück verlorenen französischen Dorftypus. Auteuil erhielt für die Rolle den César und wurde weit über Frankreich hinaus bekannt - auch in den USA. An der Seite von Hauptdarsteller Depardieu ist dessen damalige Ehefrau Elisabeth Depardieu zu sehen, Mutter der gemeinsamen Kinder Guillaume und Julie. Die beiden liessen sich 1996 nach 25 Jahren Ehe scheiden. Noch im gleichen Jahr folgte mit "Manons Rache" die Fortsetzung von "Jean De Florette".

Foto: MDR/A22