Die Geschichten dreier Frauen im heutigen Tel Aviv: Während Keren sich ausgerechnet auf der eigenen Hochzeitsfeier ein Bein bricht und deshalb kurzerhand ihre Hochzeitsreise in die Karibik vergessen kann, findet Batya am Strand die merkwürdig erscheinende Philippinin Joy. Batya nimmt sich der wie aus dem Meer Entstiegenen an. Joy hingegen ist weniger träumerisch: Sie arbeitet als Pflegerin, um Geld für ihre Rückkehr in ihre Heimat zu verdienen ...

Nach Kurzgeschichten des israelischen Kultautors Etgar Keret (er führte mit Shira Geffen auch Regie) geht es hier um drei Frauenschicksale, bei dem die Protagonistinnen gleich Quallen im Meer durch ihr Leben treiben. Dabei greift die dramaturgische Verwicklung von Komödie und Tragödie nicht immer, wirken einige surrealistisch anmutende Sequenzen wie Fremdkörper. Interessant hingegen sind einige Kuriositäten des Alltags. Diese überzeugten wohl auch die Jury des Film-Festivals in Cannes, die das Werk mit der Caméra d'Or für den besten Debütfilm ausgezeichnete.

Foto: Arsenal