Voichita und Alina wuchsen gemeinsam in einem rumänischen Waisenhaus auf. Später trennten sich die Wege der beiden Mädchen. Alina kam mit 19 Jahren in eine Pflegefamilie, wanderte später nach Deutschland aus, während Voichita in Rumänien blieb und Zuflucht in einem abgeschiedenen Kloster und im Glauben zu Gott und der Orthodoxen Kirche fand. Als Alina eines Tages nach Rumänien reist, um Voichita zu besuchen, ist sie schockiert über deren Entwicklung und deren hingebungsvollen Glauben, den sie nicht nachvollziehen kann. Bei dem Versuch sich gegenseitig von der Richtigkeit ihres jeweiligen Lebens zu überzeugen, stellen beide fest, dass sie mehr trennt denn eint ...

Der rumänische Regisseur Cristian Mungiu ("Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage") liefert hier recht harte und düstere Kost ab. Die Geschichte, die in erster Linie Fragen nach Gleichgültigkeit und Verantwortung in der religiösen aber auch weltlichen Gemeinschaft stellt, beruht auf wahren Ereignissen. Einmal mehr ist Mungiu ein Film gelungen, der weit entfernt von angenehmer Unterhaltung ist und zum Nachdenken und Philosophieren einlädt. Für "Jenseits der Hügel" erhielt Mungiu 2012 bei den Filmfestspielen von Cannes den Drehbuchpreis. Die beiden Kinodebütantinnen Cristina Flutur und Cosmina Stratan wurden zudem mit dem Darstellerpreis geehrt.



Foto: Wild Bunch (Peripher)