Im New Jersey der Fünfzigerjahre haben vier junge Männer einen gemeinsamen Traum: sie wollen Musiker werden. Doch während Tommy DiVito sich mit Diebstählen über Wasser hält - dabei hilft ihm die Bekannschft von Gangsterboss DeCarlo -, verdingt sich Frankie als Frisör. Nebenbei bleiben sie der Musik treu und bilden schließlich mit dem Keyboarder und Komponisten Bob Gaudino und dem Bassisten Nick Massi das Quartett "The Four Lovers".

Kurioser Zwischenfall

Frankie legt schließlich seinen Geburtsnamen ab und nennt sich fortan Valli und die Band nennt sich nach einem kuriosen Zwischenfall "The Four Seasons" und kann bald nicht nur einen Plattenvertrag sichern, sondern hat auch ihren ersten Hit. Doch während Frankie dem Eheleben frönt, suhlen sich die anderen auf wilden Gelagen. So nehmen die Spannungen wegen persönlicher Differenzen zwischen den Musikern mehr und mehr zu und vor allem Tommy bekommt es mit dem organisierten Verbrechen zu tun ...

"In-die-Kamera-Gelaber" nervt

Kein Geringerer als Clint Eastwood nahm sich das erfolgreiche Broadway-Musical vor und versuchte, aus der Geschichte eine halbwegs wahre Biografie über die vier Musiker der "Four Seasons" zu machen. Dabei legt er den Fokus auf Star Frankie Valli. Doch mit diesem ambitionierten Musikfilm hat sich Eastwood mächtig verhoben. Vieles wirkt behauptet und plätschert zudem oft betulich vor sich hin. Das ständige "in-die-Kamera-Gelaber" nervt mehr als es dokumentiert und vieles wird eben mal angeschnitten, um es kurz darauf zu verwerfen. Zudem muss man oft raten, wieviel Zeit vergangen ist, was vorgestellte Nebenfiguren gerade wohl machen und wie verwerflich Tommy DeVitos Handeln eigentlich ist.

Die halbwegs wahren Ereignisse kranken trotz gutem Dekor und passender Ausstattung (allein die Armadas alter Autos ist sehenswert) vor allem an der Glaubwürdigkeit der Figuren. Auch wenn die Hauptdarsteller allesamt aus dem Musical-Hit gecastet wurden, nimmt man etwa John Lloyd Young weder den 16-jährigen Frankie noch den 45-Jährigen ab, vom über 60-Jährigen ganz zu schweigen.

Schlampigkeiten in der Umsetzung

Die Maske (vor allem die gealterten Figuren) ist derart schlecht, dass man den Epilog am besten ganz gestrichen hätte. Außerdem reißen einige Schlampigkeiten in der Umsetzung (etwa die Winterszene mit erkennbarem Sommergrün an den Bäumen im Hintergrund) komplett aus der Geschichte - vorausgesetzt man hat überhaupt hineingefunden. Was bleibt: ein paar schicke Bilder und einige gute Songs.