Thomas ist ein Mann der Tat: temperamentvoll und eigenwillig. In letzter Minute versucht er, die Pilger im Tempel von Jerusalem für die Rettung des Messias zu gewinnen. Doch unterdessen stirbt Jesus am Kreuz und Thomas macht sich die schwersten Vorwürfe, weil er in der entscheidenden Stunde nicht bei ihm war. Er hat Jesus geliebt, ist ihm auf Schritt und Tritt gefolgt und war immer stolz darauf, ihm sogar ähnlich zu sehen. Doch nun mischt sich in Thomas Trauer auch die Skepsis: Warum hat Jesus, der so vielen half, sich selbst nicht geholfen? Vielleicht war er gar nicht der Messias ...

Auch diesen vierten und letzten Bibelfilm aus der vierteiligen Reihe um Ereignisse aus dem Neuen Testament inszenierte der italienische Regisseur und Kameramann Raffaele Martes, der zuvor schon "Jesus-Legenden - Josef von Nazareth", "Jesus-Legenden - Maria Magdalena" und "Jesus-Legenden - Judas" als deutsch-itlaienische Koproduktionen und Nachfolger der populären "Bibel"-Filme der Neunzigerjahre in Szene gesetzt hatte. In der Rolle des Thomas ist hier Ricky Tognizzi zu sehen, Sohn des großen italienischen Komödianten und Schauspielers Ugo Tognazzi. Doch wie für die ersten drei Teile gilt auch hier: Zwar ist "Thomas" solide gespielt und inszeniert, doch an die starbesetzten Spektakel der alttestamentarischen Reihe kommt dieses Werk nicht heran.

Foto: Kinowelt