Aufstieg und Fall des dubiosen Jimmy Hoffa: Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der seit Beginn der 30er für die Rechte der Arbeiter kämpfende Hoffa mit Hilfe der amerikanischen Mafia zu einem mächtigen Gewerkschaftsboss, der seine eigene Vorstellung von Recht und Ordnung mit nicht immer sauberen Mittel durchsetzt. Bereits in den 50er Jahren gerät er mit dem damaligen Vorsitzenden des Senatsausschusses Robert Kennedy aneinander. Der Ausschuss hatte die Aufgabe, die Rolle des Organisierten Verbrechens innerhalb der Gewerkschaft zu untersuchen. Als Robert Kennedy 1961 unter seinem Bruder Justizminister wird, sieht sich Hoffa nicht enden wollenden Untersuchungen ausgesetzt (die mögliche Beteiligung Hoffas an der Ermordung des Präsidenten lässt DeVito aber außer Acht, obwohl Hoffa nach dem Tod Kennedys sagte, dass sein Bruder nun nur noch ein ganz gewöhnlicher Anwalt sei). 1964 wird Hoffa schließlich wegen Bestechung des Gerichts ins Gefängnis gesteckt und erst 1971 - weil ihn Präsident Nixon begnadigte - wieder entlassen. Doch fortan hat er Probleme, sich wieder zu etablieren und im Jahre 1975 (ausgerechnet in dem Jahr, in dem ein Kongressausschuss erneut die Ermordung John F. Kennedys untersucht) verschwindet er spurlos...

DeVito lässt in seinem Film keinen Zweifel an der Bestätigung des Verdachts, dass die Mafia Hoffa wegen finanzieller Querelen ermorden ließ. Nach seiner gelungenen Hitchcock-Hommage "Schmeiß' die Mama aus dem Zug" (1987) und der genialen, bitterbösen Komödie "Der Rosenkrieg" erweist sich DeVito hier auch als Meister des Erzählkinos, denn nicht nur die amerikanische Historie, sondern auch eine ungewöhnliche Männerfreundschaft - die von Hoffa und seiner rechten Hand Bobby Ciaro - sind Gegenstand des Films. Ein großartiger Jack Nicholson lässt die finstere Gestalt Hoffas noch einmal lebendig werden und die faszinierende Kameraarbeit unterstreicht den Abgesang auf die amerikanische Gesellschaft, die nur in einem triefenden Netz aus Korruption und Mord zu bestehen scheint. Ein Ereignis!