Nanjing 1937: Der deutsche Kaufmann John Rabe führt vor Ort die Siemens-Werke. Eigentlich hat er nur noch ein paar Tage Dienst, dann will er mit seiner Frau wieder nach Deutschland. Doch dann greifen japanische Truppen China an und bombardieren auch Nanjing, die damalige Hauptstadt des Landes. Erst als Rabe (selbst Mitglied der NSDAP) im Tumult des Bombenhagels eine riesige Hakenkreuzfahne hissen kann, hören die japanischen Angriffe auf das Werksgelände auf - schließlich stand Japan als Achsenmacht an der Seite Deutschlands. Als dann die Japaner in der Stadt einmarschieren und dabei mordend und vergewaltigend vorgehen, errichtet Rabe, obwohl ihm die Besatzer die Möglichkeit einräumten, das Land zu verlassen, mit einer Hand voll Gleichgesinnter eine internationale Schutzzone ...

250000 Zivilisten konnte John Rabe das Leben rettete. Hierzulande in Vergessenheit geraten, berichteten erst seine, in den Neunzigerjahren entdeckten Tagebücher vom beherzten Auftreten des bis heute in China als Held Verehrten während des japanischen Angriffs auf Nanjing im Winter 1937/38. Diesen Lebensabschnitt Rabes hat sich der Oscar-Preisträger Florian Gallenberger ("Quiero Ser - Gestohlene Träume") vorgenommen und ein ergreifendes Zeitbild gezeichnet. Eine fesselnde Dramaturgie, starke Darsteller, stimmiges Dekor und aufwändige Massenszenen beeindrucken und zeugen davon, dass auch in Deutschland mehr als akzeptable Kinofilme entstehen. Dafür gab's 2009 den Deutschen Filmpreis in Gold als bester Film, Preise für das beste Szenenbild und das beste Kostümbild, und Rabe-Darsteller Tukur wurde für sein fabelhaftes Spiel als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.



Foto: Majestic (Fox)