Die Geschichte von sechs so genannten "Call Agents" in einem Call-Center in Bombay. Ihre Arbeit besteht darin, Anrufe von amerikanischen 1-800-Nummern entgegenzunehmen. Die Angestellten arbeiten für eine der vielen neuen "Glas und Stahl"-Gesellschaften, die in den Sumpfgebieten außerhalb der Stadt wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Ihre Büros sind nur nachts besetzt, um die täglichen Anrufe der US-Kunden entgegenzunehmen. Wenn die Angestellten telefonieren, hören sie aus der Ferne amerikanische Stimmen: eine einsame Frau aus Wichita Falls, die eine "Wunderklinge" bestellt; oder jemanden aus Evanston, der eine Kreditkartenrechnung bezahlen will. Wenn die Nachtschicht zu Ende ist, gehen die Angestellten nach Hause, um sich im tropischen Dunst Bombays schlafen zu legen...

Regisseur Ashim Ahluwalia zeigt hier das Leben moderner Dienstleister in Indien, die bereits zwischen realer und virtueller Welt leben. Diese futuristisch anmutende Welt zwischen amerikanischen "Alias" und einer simulierten Realität ist keine Sciencefiction, sondern die Zeit, in der wir leben. "John und Jane" wirft verstörende Fragen auf – über das Wesen persönlicher Identität in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts.

Foto: Freunde der dt. Kinemathek