Eine kleine Stadt im Mittelwesten. Dort lebt Belinda mit ihrem Vater auf einer armseligen Farm. Weil es nicht spricht, gilt das Mädchen als geistig zurückgeblieben. Erst der junge engagierte Sozialarbeiter Bill Richmond erkennt, was mit Belinda los ist. Sie ist taubstumm, ihre Welt kennt keine Laute, keine Sprache, keine Kommunikation mit den anderen. Bill kümmert sich rührend um sie. Belinda lernt die Zeichensprache, zum ersten Mal kann sie sich mit dem Vater verständigen, sie blüht regelrecht auf. Dass sie sich unsterblich in Bill verliebt, registriert dieser nicht. Eines Tages wird Belinda von dem Dorf-Rowdy Kyle vergewaltigt. Dies löst eine Lawine dramatischer Ereignisse aus...

Das Taubstummendrama "Johnny Belinda" wurde 1940 am Broadway frenetisch gefeiert. 1948 brachte Jean Negulesco das Stück von Elmer Harris zum ersten Mal auf die Leinwand. Seine Version - deutscher Titel: "Schweigende Lippen" - brachte Jane Wyman den Oscar, ihrem Partner Lew Ayres eine Nominierung ein. 1961 inszenierte Franz Josef Wild das Melodrama mit Hellmut Lange und Violetta Ferrari in den Hauptrollen für das Bayerische Fernsehen. Für Anthony Page passte Sue Milburn das Drama an die Gegenwart der 80er Jahre an. Pages Adaption fasziniert vor allem durch die herausragende Leistung von Rosanna Arquette, die der ihrer Vorgängerin Jane Wyman mehr als ebenbürtig ist.