Ein alter, tyrannischer Mann kauft sich die junge Judou, damit sie ihm einen Sohn schenkt. Im Dorf heißt es, der Alte habe seine beiden ersten Frauen in den Tod getrieben. Auch Judous Leben wird zur Qual. Denn Jin-Shans Impotenz macht die Zeugung eines Stammhalters unmöglich. Bei dem adoptierten Neffen ihres Gatten, Yang Tian-Qing, findet sie dagegen Liebe und Geborgenheit. Doch dann wird Judou schwanger. Und das Unheil nimmt seinen Lauf...

"Judou" zählt zu jenen Filmen, mit dem sich das rotchinesische Kino seit Mitte der 80er Jahren unter Cinéasten einen vorzüglichen Ruf erworben hat. "Judou" wurde 1991 für den Oscar nominiert, erhielt allerdings die Trophäe dann doch nicht. In seinem Film beschreibt Zhang Yimou das dörfliche Leben im Gegenwarts-China als melodramatische Liebesgeschichte. Direkte Kritik an den allgemeinen Zuständen ist bei dem Regime in Peking zwar nicht möglich, aber unter der Oberfläche bleibt doch eine gewisse Unbehaglichkeit spürbar, nicht direkt greifbar und doch immer präsent.