Professor Dominic ist bereits 70 Jahre alt, hat zwar noch einen gesunden Geist, aber einen klapprigen Körper. Er sah den Sinn seines Lebens darin, eine Studie über den Ursprung von Bewusstsein und Sprache zu erstellen, ist aber gescheitert. Derart desillusioniert will er seinem Leben ein Ende setzen. Doch auch dies schlägt fehl: Auf offener Straße wird er vom Blitz getroffen und als er im Krankenhaus aufwacht, geschieht das Unfassbare. Dominic durchlebt offenbar eine Verjüngungskur. Jahre später trifft er sogar eine Frau, die nicht nur seiner gescheiterten Liebe von einst ähnlich sieht, sie hat offenbar ein ähnliches Schicksal durchlebt wie er...

Wer hier eine logische, halbwegs nachvollziehbare Handlung erwartet, ist fehl am Platze. Die skurrile Geschichte diente Altmeister Francis Ford Coppola eher dazu, im Stile großer Surrealisten wie etwa Luis Buñuel Dinge zu hinterfragen, die wir als Gegeben und selbstverständlich kaum noch Wahrnehmen. Mit beeindruckenden Bildern, starken Darstellern und immer wieder überraschenden Szenen gelingt es dem großen Regisseur mit relativ geringem Aufwand ein filmisches Kleinod zu präsentieren, das durch eine detailfreudige Symbolik nicht nur Fragen in Bezug auf Reinkarnation oder Linguistik, sondern das Leben schlechthin als Wunder präsentiert. Nach einer derart kraftvollen Bildersprache kann man in der Filmgeschichte lange suchen. Großartig!

Foto: Sony Pictures