Kurz vor ihrem 17. Geburtstag lässt sich Isabelle im Sommerurlaub von einem deutschen Touristen entjungfern. Was für viele Mädchen ein großer Augenblick ist, lässt Isabelle offensichtlich relativ kalt. Sie erkennt nur allzu schnell, dass sie offenbar auf Männer eine durchaus erotische Ausstrahlung ausübt. Wieder zu Hause nutzt sie dies schließlich, um aus Langeweile ihr Taschengeld mit dem Verkauf ihres Körper - vornehmlich an ältere Herren - entscheidend aufzubessern. Weder Freundinnen noch Eltern ahnen etwas von ihrem Doppelleben. Erst als einer ihrer Dauerkunden beim Sex mit ihr durch einen Herzinfarkt stirbt, fliegt die Sache auf ...

Und noch ein Film, der weniger die Beweggründe der Prostitution von Jugendlichen erklären will, sondern lediglich Interesse daran zeigt, die Hauptdarstellerin Marine Vacth möglichst oft nackt zur Schau zu stellen. Auch wenn Filmemacher François Ozon durchaus einige gute Momente gelungen sind, strapaziert die oft auf der Stelle tretende Geschichte eher das Sitzfleisch des Zuschauers. Eine packende und psychologisch dichte Geschichte ist dies sicher nicht. Böse Zungen könnten behaupten, dass es sich hier lediglich um Geilerei für alte Säcke handelt, denn an ähnlich gelagerte Werke wie etwa Luis Buñuels Meisterwerk "Belle de jour - Schöne des Tages" kommt Ozon bei weitem nicht heran.



Foto: Weltkino