Für die Kunsthändlerin Madeleine ist es nicht neu, dass sich ihr Frischvermählter gerne geheimnisvoll gibt. Als sie einen zurückgezogen lebenden Künstler aufsuchen soll, will sie, dass ihr Mann George sie begleitet. Denn in der Nähe des Malers lebt auch Georges Familie, die Madeleine nun endlich kennenlernen will. Doch als der verloren geglaubte Sohn in North Carolina auftaucht und zudem seine äußerst kultivierte Ehefrau im Schlepptau hat, brechen verdrängte Ängste auf und bald macht sich derbe Verbitterung breit ...

Ein Film über ein sensibles Familiengefüge, das durch das Auftauchen des verlorenen Sohnes völlig aus der Balance gerät, ist nicht unbedingt neu. Doch das Ganze wird hier von Regisseur Phil Morrison derart einfühlsam, ergreifend und nachvollziehbar erzählt, dass man die gewöhnlichen Charaktere schon bald für ungewöhnliche Personen hält. Amy Adams erhielt auf dem Sundance-Festival 2005 für ihre Darstellung der resoluten, hochschwangeren Südstaaten-Schönheit Ashley eine Auszeichnung als beste Schauspielerin.

Foto: Arsenal