Irgendwo in Chicago: Die kleine Büroangestellte Marilyn ist alles andere als glücklich mit ihrem Leben, denn die Beziehung zu ihrem arbeitslosen Mann ist längst dahin, ihr Job ist schlecht bezahlt und ihr Freund betrügt sie. Und auch die junge, zwangsverheiratete Marokkanerin Mona könnte sich durchaus ein besseres Leben vorstellen. Als ihre Schwiegermutter tot aufgefunden wird, sucht sie bei sich die Schuld und beschließt, ihrem bisherigen Leben als Verkäuferin in einem kleinen Lebensmittelladen den Rücken zu kehren. Auf einer Tankstelle trifft Mona durch Zufall auf Marilyn, die alle Brücken abgebrochen hat, um an einem Wettbewerb für orientalischen Tanz in Las Vegas teilzunehmen. Als sich Mona Marilyn anschließt, ist dies der Auftakt zu einer langen, nicht ungefährlichen Reise quer durch die Vereinigten Staaten …

Der aus Algerien stammende französische Filmemacher Rachid Bouchareb beschäftigte sich schon in seinen Werken "Die Ehre meiner Familie" und "Little Senegal" mit dem Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen und Nationen. So auch in diesem Drama um die ungewöhnliche Freundschaft zweier desillusionierter Frauen, die lernen, kulturelle Schranken zu überwinden. Als Mischung aus Drama und Roadmovie angelegt, überzeugen in den Hauptrollen Sienna Miller und die gefeierte iranische Schauspielerin Golshifteh Farahani, die wegen Schwierigkeiten mit den iranischen Behörden mittlerweile in Paris lebt. Farahani, die als erster iranischer Star in einer großen Hollywood-Produktion (Ridley Scotts "Der Mann, der niemals lebte" mit Russell Crowe und Leonardo DiCaprio) zu sehen war, dürfte deutschen Zuschauern auch aus Filmen wie "Huhn mit Pflaumen", "Alles über Elly" und "Half Moon" bekannt sein.

Foto: arte F/© Roger Arpajou/3B Productions