Ali Osman und seine Freunde waren einst die Fürsten der Straßen, die Beschützer der Schwachen. Doch die rauen Zeiten sind lange vorbei. Die Revolver, mit denen sie um Gerechtigkeit gekämpft haben, wurden längst gegen Brettspiele und ein ruhiges Rentnerleben eingetauscht. Doch der Friede endet jäh, als Ali Osman erfährt, das er einen mittlerweile erwachsenen Sohn hat. Dieser steckt in erheblichen Schwierigkeiten mit Devran, einem Mitglied der Drogenmafia. Die ungleichen jungen Männer kämpfen um das gleiche Mädchen. Für Ali Osman wird die Herzensangelegenheit seines Sohnes schnell zur Ehrensache. Devrans Selbstjustiz und Kaltblütigkeit verstoßen gegen Ali Osmans Ehrenkodex der Straße. Auch Devran erkennt bald, das der alte Herr nichts vom Kampfgeist verloren hat, für den er einst so gefürchtet wurde. Und so entbrennt ein unerbittlicher Krieg in der Unterwelt, der die beschauliche Welt der Altherren-Clique auf Leben und Tod bedroht...

Elf Jahre nach dem auch international erfolgreichen Gangsterdrama "Eskiya - Der Bandit" lieferte Regisseur und Drehbuchautor Yavuz Turgul das Drehbuch zu dem Actiondrama "Kabadayi - Für Liebe und Ehre". Die Regie übernahm dieses Mal allerdings Ömer Vargi, der zuvor mit Komödien wie "Hersey cok güzel olacak - Alles wird gut!" und "Insaat - Die Baustelle" auf sich aufmerksam gemacht hatte. Drehbuchautor Turgul nutze hier erneut die für sein Kino typischen, klassischen Erzählelementen und Strukturen: Jung gegen Alt, Vergangenheit trifft auf Gegenwart, die Hauptfiguren sind erneut Ganoven, wenn auch diesmal eine Nummer größer und bestens mit den Gesetzen der Straße vertraut. Auf gesellschaftskritische Elemente, die sich in jedem Turgul-Film mal mehr mal weniger eindeutig finden lassen, muss man auch bei diesem Projekt nicht verzichten. Als Bösewicht ist hier der beliebte Schauspieler und Frauenschwarm Kenan Imirzalioglu zu sehen, der hierzulande bereits in dem Actioner "Deliyürek" zu sehen war.

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