Japan im 16. Jahrhundert. Der mächtige Shingen Takeda, Herr über das größte Reiterheer des Landes, gilt als unverwundbar und unbesiegbar. Mit Geschick und kluger Taktik trotzt er den Angriffen seiner verbündeten Nachbarfürsten. Doch im Jahr 1573 geschieht das Undenkbare. Der Feldherr wird das erste Opfer einer bisher in Japan unbekannten Waffe: Die Gewehrkugel eines Scharfschützen trifft ihn tödlich. Der tragische Vorfall gefährdet die politischen Pläne des Takeda- Clans, der daraufhin zu einer List greift: Ein kleiner elender Dieb, der dem toten Fürsten verblüffend ähnlich sieht, wird aus dem Gefängnis geholt und soll für drei Jahre als Kagemusha - als "Schatten des Kriegers" - Freund und Feind über den Tod des Familienoberhaupts hinwegtäuschen. Ein riskanter Plan, denn der Doppelgänger spielt seine Rolle besser als erwartet...

Altmeister Akira Kurosawa setzte den Untergang der Samurai (bedingt durch den technischen Fortschritt, sprich: Feuerwaffen) brillant in Szene. Die hervorragende Fotografie rundet dieses Filmmahl gekonnt ab. Das Ausnahme-Werk erhielt 1980 zu Recht die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Ein Teil der Finanzierung übernahmen übrigens Kurosawas Kollegen Francis Ford Coppola und George Lucas.