Die kleine Nordseeinsel Meerscheid: Hier haben sich vier Freunde versteckt, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht haben, um von ihren Eltern ein Millionen-Lösegeld zu erpressen, denn sie wollen unbedingt in die Karibik. Doch ihr Plan läuft aus dem Ruder, als einer von ihnen aus Versehen von dem Inselpolizisten Ludger, der weg rationalisiert werden soll, erschossen wird. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse ...

Bereits 2006 drehte Regisseur Wolf Wolff die Krimikomödie "Ein todsicherer Plan - Ludgers Fall", die jedoch aus unbekannten (rechtlichen?) Gründen in der Versenkung verschwand und nie aufgeführt wurde. Vier Jahre später taucht das Werk - unter dem Titel "Kalte Karibik" auf dem Filmfestival Hamburg - wieder auf und feiert nun den reichlich verzögerten Kinostart. Die Geschichte beginnt eigentlich recht viel versprechend mit der Vorstellung der skurrilen Inseltypen, die alle ihr eigenes Spiel spielen. Doch im Verlauf der Geschichte wird die Story einfach immer unglaubwürdiger und schon bald nimmt man den Protagonisten ihre Charaktere nicht mehr ab. So bleiben die zum Teil recht schönen Bilder von Kameramann Heiko Rahnenführer, die jedoch durch die inflationäre Verwendung des Zeitraffers entwertet werden.

Foto: epix