Schlimmer kann es für Johann Stanzerl nicht mehr kommen. Sein geliebtes Café Prinz Eugen, das letzte österreichische Lokal im Grätzel, soll in türkische Hand fallen. Johann und seine Stammtischrunde werden sich wehren wie einst bei der Türkenbelagerung. Schnitzel gegen Kebab, das ist Brutalität. Die Kämpfer für das Abendland erhalten dabei Hilfe von höchst unerwarteter Seite als ein Gemälde des Prinzen Eugen plötzlich ein sonderbares Eigenleben entwickelt ...

Der Wiener Regisseur Wolfgang Murnberger ist für seine schwarzen wie respektlosen Komödien bekannt, man denke etwa an Werke wie "Silentium", "Komm, süßer Tod" oder "Der Knochenmann". Mit viel absurdem Witz drehte er auch den vorliegenden Multikulti-Spaß, in dem er den Kleinkrieg zwischen "Österreichern" und "Türken" augenzwinkernd wie genüsslich auf die Schippe nimmt. In der Hauptrolle des Kaffeehausbesitzers Stanzerl besetzte Murnberger den Kabarettisten und Schauspieler Andreas Vitásek ("Und ewig schweigen die Männer"), mit dem er zuvor schon in der "Brüder"-Trilogie (2002, 2003, 2006) zusammengearbeitet hatte.

Foto: ORF/Allegro Film/Petro Domenigg