New York in den späten Neunzigerjahren: Der homosexuelle Filmemacher Erik lernt durch Zufall den jungen Anwalt Paul kennen und lieben. Nach anfänglichem Zögern verlässt Paul seine Freundin und die beiden ziehen zusammen. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern, denn während sich Erik abmüht, seinen Dokumentarfilm über den Künstler Avery Willard fertigzustellen, gibt sich Paul hemmungslos seiner Cracksucht hin ...

Mit starkem autobiograpischen Einschlag drehte der US-Independent-Filmemacher Ira Sachs ("Married Life") diesen gelungenen Mix aus Drama und homosexueller Liebesgeschichte, in dem er seine Beziehung zu seinem Ex-Partner Bill Clegg verarbeitete. Der wiederum hatte seine Erfahrungen mit Sachs zuvor in dem Buch "Portrait Of An Addict As A Young Man" ("Porträt eines Süchtigen als junger Mann") niedergelegt. In ruhigen Bildern erzählt Sachs diese Geschichte voller Höhen und Tiefen, Trennungen und Versöhnungen, scheut auch keine expliziten Sex- und Crackkonsum-Szenen und vermittelt dabei auch ein schlüssiges Bild New Yorks um die Jahrtausendwende. Auf der Berlinale 2012 mit dem Teddy-Award ausgezeichnet, ist "Keep The Lights On" eine Art "Szenen einer Ehe" für Homosexuelle. Als Erik überzeugt der vielseitige dänische Charakterdarsteller Thure Lindhardt ("Die Wahrheit über Männer", "Alles Liebe", "Illuminati"), und Zachary Boot ("Der Biber"), gibt ebenso gekonnt den cracksüchtigen Paul.



Foto: Salzgeber/Christophe Husson