Es beginnt in den 70er-Jahren: Eine kleine Gruppe meist junger Leute in Leipzig redet miteinander über die gesellschaftlichen Verhältnisse, mit denen sie unzufrieden sind. Sie treffen andere Leute, neue Gesprächszirkel bilden sich, es werden Bücher und Informationen ausgetauscht, ein paar Flugblätter werden mühsam hergestellt. Man begreift sich als konstruktiv, es soll etwas verbessert werden. Alle wissen, dass diese Aktivitäten verboten sind, aber niemand kann sich das ganze Ausmaß der einsetzenden Verfolgung vorstellen, vor allem nicht die Stasi-Aktivitäten, die ihren Niederschlag in Bergen von Papier finden, die man erst Anfang der 90er-Jahre mit Verwunderung und Zorn lesen wird. Stasi und Justiz schlagen systematisch zu: IM-Einsätze, Wanzen, Geruchskonserven, konspirative Beobachtungsmaßnahmen. Den sehr personalintensiven Ermittlungen folgen Verhaftungen, Verhöre, Gefängnisstrafen. Der Film ist ein Porträt dieser Gruppe(n), und er konfrontiert die tatsächlichen Aktivitäten mit der monströsen staatsgefährdenden Verschwörung, die Stasi und Justiz davon entworfen haben. Aber wer waren hier die Verschwörer - der Staat, der seiner selbst nicht sicher war, oder seine vermeintlichen Gegner, die das herrschende System auf ihre Weise - gewollt oder unfreiwillig - störten?