Als die britische Regierung General Charles George Gordon im Januar 1884 bittet, nach Khartoum zu gehen, das von der Derwisch-Armee des Mahdi (arabisch: der von Gott Geleitete) bedroht wird, hat er nur den Auftrag, die verbliebenen ägyptischen Truppen und sämtliche Europäer in Sicherheit zu bringen. Ein militärisches Eingreifen der Briten im Sudan, die erst vor kurzem die Schutzherrschaft Ägyptens übernommen haben, hält man in London für politisch nicht opportun. Doch General Gordon will die Stadt um jeden Preis verteidigen. Dabei ist er überzeugt davon, London werde ihn, einmal vor vollendete Tatsachen gestellt, nicht im Stich lassen. Gordon bereitet alles für eine Belagerung der Stadt vor, auch wenn den 13000 Soldaten in der Stadt mehr als 100000 Mahdi-Anhänger gegenüber stehen. Als Gordon um die Entsendung eines Ersatzheeres ersucht, zögert Premierminister Gladstone seine Entscheidung so lange hinaus, dass die Truppen zwei Tage zu spät eintreffen...

Basil Dearden drehte das kostspielige, monumentale Abenteuerspektakel mit einer hochkarätigen Starbesetzung. Geschildert wird das Versagen britischer Kolonialpolitik im Sudan. Es geht um die Verteidigung der anglo-ägyptischen Hauptstadt Khartoum und den heroischen Kampf von General Gordon gegen den Mohammedaner-Führer Ahmed, der als selbst ernannter Prophet seine Landsleute zum "Heiligen Krieg" aufgerufen hatte, der später als "Mahdi-Aufstand" in die Geschichtsanalen aufgenommen wurde. Dearden schielte zweifellos etwas auf den Erfolg von "Lawrence von Arabien". Doch trotz genauer historischer Rekonstruktion konnte ein derartiger Erfolg nicht erzielt werden. An Originalschauplätzen am Nil und in der sudanesischen Wüste gedreht, beeindruckt der Film vor allem mit Atem beraubenden Kampf- und Massenszenen, die der Stunt-Spezialist und Second-Unit-Regisseur Yakima Canutt (1895-1986) realisierte, der zuvor bereits "Ben Hur", "Spartacus", "El Cid" und viele andere Großproduktionen bereichert hatte und dafür 1966 mit einem Spezial-Oscar ausgezeichnet wurde.