Almaty, im Jahre 1998. In der ehemaligen Hauptstadt der Republik Kasachstan arbeitet Marat als Chauffeur für den renommierten Mathematiker Professor Badaev. Der leitet das wissenschaftliche Institut Kasachstans und ist ein großzügiger Mann. Er erlaubt Marat, den Dienstwagen auch für private Fahrten zu nutzen, denn der ist gerade Vater geworden und möchte Frau und Kind abholen. Am Steuer konzentriert sich der stolze Vater eher darauf, sein Baby zu betrachten, statt auf den Verkehr zu achten. Vor einer Ampel kommt es zu einem Auffahrunfall und damit beginnt für Marat ein wahrer Alptraum...

Dareshan Omirbaew ist der im Westen bekannteste Regisseur der Neuen Welle im kasachischen Film. Seine beiden vorherigen Filme, "Kairat" und "Kardiogramma", wurden international mehrfach ausgezeichnet. "Killer" erhielt 1998 bei den Filmfestspielen von Cannes den mit 200000 französischen Francs dotierten Prix Un Certain Regard. Sparsam und präzise im Umgang mit seinen filmischen Mitteln, ganz in der Tradition seines Vorbildes Robert Bresson, erzählt Omirbaew eine einfache und genau beobachtete Geschichte aus dem heutigen Kasachstan.