Am 17. April 1975 eroberten die Roten Khmer unter der Führung von Pol Pot die kambodschanische Hauptstadt Phnom Pen. Die Einwohner der Stadt waren glücklich darüber, dass die Kämpfe nun beendet waren und begrüßten die kommunistischen Truppen mit Jubel. Die Stimmungslage kippte aber sehr schnell, als Pol Pot mit der Errichtung eines Terrorregimes begann, dass Millionen Menschen das Leben kosten sollte. Zu dieser Zeit berichtet der Korrespondent der New York Times, Sydney Schanberg, aus der eroberten Stadt. Sein treuer Wegbegleiter ist sein einheimischer Freund Dith Pran, dem seine Freundschaft zum Klassenfeind fast zum Verhängnis wird...

Als "Killing Fields" wird der beispiellose Massenmord der Roten Khmer an der eigenen Bevölkerung in der Zeit von 1975 bis 1979 in Kambodscha bezeichnet. Besonders einprägsam dabei sind die Bilder tausender Totenschädel und anderer menschlicher Überreste, die die Felder Kambodschas übersäten und die zum Teil heute noch vereinzelt als Mahnmal erhalten sind. Nach einigen Regiearbeiten für das britische Fernsehen gab Regisseur Roland Joffé 1983 mit "Killing Fields - Schreiendes Land" sein vielfach preisgekröntes Kinofilm-Regiedebüt (drei Oscars und sieben britische Auszeichnungen), das die Grauen des Pol-Pot-Regimes in drastischer Weise auf die Leinwand bannte. Nebenrollen-Oscar-Gewinner Haing S. Ngor ging nach diesem Erfolg nach Hollywood und setzte dort seine Filmkarriere fort. 1996 wurde er von Unbekannten in Los Angeles erschossen.

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