Gefragt wie nie: Während Tom Hardy derzeit in den deutschen Lichtspielhäusern als Mad Max eine Schneise der Verwüstung hinterlässt, geht schon der nächste Streifen mit ihm in der Hauptrolle an den Start. Nach dem gleichnamigen weltweiten Bestseller von Tom Rob Smith wird der Zuschauer in die Stalinzeit katapultiert. In der russischen Hauptstadt geht ein Kindsmörder um.

Der überzeugte Kommunist und Geheimdienstoffizier Leo Demidow (Hardy) ist schockiert, als erst der Sohn eines Kollegen, dann Generalmajor Kuzmin und ein weiteres Kind getötet werden und nimmt die Ermittlungen auf.

Schnell werden ihm jedoch Steine in den Weg gelegt, und man zwingt ihn und seine Frau Raisa (Noomi Rapace), aufs Land zu ziehen. Je tiefer Leo gräbt, desto mehr gelangt er zu den dunklen Stellen seiner eigenen Vergangenheit.

Schwächen im Drehbuch

Der Debütroman von Smith bietet eine erzählerische Wucht auf, welche die Inszenierung von Daniel Espinoza nicht leisten kann. Atmosphärisch bringt der Regisseur die Kälte der stalinistischen Sowjetunion gut rüber, leider kann er die Skriptschwächen von Richard Price damit auch nicht übertünchen.

Zuerst war Ridley Scott als Inszenator vorgesehen, stand aber schließlich nur als Produzent zur Verfügung. Vielleicht aus diesem Grund?

Naja, spannend ist die Mördersuche allemal, und Tom Hardy, Gary Oldman als General Mikhail Nesterow sowie "Millennium"-Trilogie-Heldin Noomi Rapace - dieses Mal in blond - geben schauspielerisch ihr Bestes.

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