Sintflutartige Regenfälle lösten im Juli 2000 auf der Müllhalde Patayas, zwölf Meilen nördlich der philippinischen Hauptstadt Manila, verheerende Erdrutsche aus. Mehr als tausend Menschen fanden den Tod. Die Halde wurde geschlossen. Dadurch allerdings stürzten noch mehr Menschen ins Elend, denn die rund 3500 Familien, die sich in den ärmlichsten Hütten am Fuß der Müllberge niedergelassen haben, leben vom Abfall.

Der japanische Regisseur Hiroshi Shinomiya zeigt das menschliche Elend ohne jede Beschönigung, indem er das Leben von vier Familien begleitet, die stets von den gleichen Schwierigkeiten Zeugnis ablegen: Unterernährung, Verschuldung, Kindersterblichkeit. Vor allem die Folgen, die die Schließung der Müllhalde für Tausende von Menschen bedeutete, die vom Sammeln und Verkaufen des wiederverwertbaren Materials leben, wird dokumentiert. Nach fünf Monaten wurde die Müllhalde wieder geöffnet. Das Leben geht weiter. Doch welch ein Leben, fragt man sich angesichts der Menschenmenge, die sich in Bergen von Abfall bewegt?