Marianne und Jacques Faurel leben mit ihren beiden Kindern in einer riesigen, luxuriösen Altbauwohnung im 13. Bezirk von Paris. Eines Abends steht ein altes Geschwisterpaar vor der Tür, mit der Bitte, die Wohnung, in der sie angeblich aufgewachsen sind, noch einmal zu sehen. Dies ist der Auftakt zu unheimlichen Geschehnissen…

Laurent Tuel inszenierte diesen bemerkenswerten Mysterythriller, in dem die Wohnung zum Gefängnis, der Alltag zum Albtraum wird. Hier führen Geistererscheinungen zu paranoiden Angstzuständen. Regisseur Tuel zeigt hier den größtmöglichen Schrecken, nämlich den, der Alltag und Normalität zerstört, als einen Vorgang, der sich hinter der Maske der Banalität verbirgt. Es ist ein Vorgang, der von innen heraus stattfindet. Die Auflösung der Familie wird durch die Kinder vollzogen, die sie eigentlich fortführen sollen. Das Böse ist nur bedingt veräußerlicht - die Familie wird nicht von außen durch Fremde bedroht, sie wird von innen zersetzt.