Zweifellos: Der 1997 verstorbene Martin Kippenberger war einer der umtriebigsten Künstler unserer Tage. Stets gut drauf, war er ständig in Sachen Kunst auf der ganzen Welt unterwegs. Doch richtig zu Ehren kam er erst postum: 2003 stellte man bei der Biennale in Venedig sein Werk "World Metro Net" im deutschen Pavillon aus.

Regisseur Jörg Kobel bietet mit dieser Dokumentation ein facettenreiches Porträt des Künstlers. Anlass zu diesem Film ist wohl eine parallel stattfindende Kippenberger-Ausstellung in Düsseldorf. Kobel zeichnet den Lebensweg des Künstlers nach, greift auf Archivmaterial zurück und lässt Familienmitglieder, Weggefährten und Kritiker gleichermaßen zu Wort kommen. Doch wie so oft bei Dokumentation gilt auch hier: nur für ein äußerst interessiertes Publikum.

Foto: RealFiction