Wie jedes Jahr treffen in der Sommerresidenz am Cap Ferret von Restaurantbesitzer Max, dessen Familie und beste Freunde ein, um dort gemeinsam die Ferien zu verleben. Doch dieses Mal ist die Situation eine andere: einer aus der Clique, der stets witzige Ludo, ringt nach einem schweren Unfall im Krankenhaus mit dem Tod. Dennoch versuchen die anderen Freunde, zur Tagesordnung über zu gehen und die gemeinsame Zeit halbwegs zu genießen. Das allerdings erweist sich als schwierig. Chiropraktiker Vincent etwa hat Max gestanden, dass er in ihn verliebt ist, Antoine nervt alle mit Gesprächen über seine Ex, derweil sich Eric als Womanizer sieht und Marie sich vor einem hartnäckigen Verehrer verstecken will. So bröckelt die Fassade des Freundeskreises mehr und mehr ...

Schauspieler Guillaume Canet ("[mo.1999_the_beach:The Beach]", "Zusammen ist man weniger allein") ist mit seiner dritten Kinofilm-Regiearbeit (nach "Bad, Bad Things" und "Kein Sterbenswort") ein Meisterwerk gelungen. Mit unglaublichem Gespür für die Figuren entwickelt er hier das bunte Panoptikum des Universums eines Freundeskreises. Dabei achtet er auf Gruppendynamik, Vertiefung der einzelnen Charaktere, die Labilität von Freundschaft. Das Ganze schildert er mit viel Verve und Esprit, wechselt gekonnt von Witz zu Tragödie und entführt so den Zuschauer in eine charmante Welt, in der jeder eigene Freunde erkennen und dadurch mitlachen und mitleiden kann. Selten sah man Schauspieler derart brillant agieren. Kurz: ein sensibel inszeniertes Meisterwerk!



Foto: Tobis