Ausgerechnet an seinem 15. Geburtstag wird Michael zusammen mit seiner Mutter von deren derzeitigen Lebenspartner vor die Tür gesetzt. So landen die beiden vom schnicken Zehlendorf in einer schäbigen Hinterhof-Wohnung im rauen Neukölln. In seiner neuen Schule findet Michael zwar Kontakt, wird aber auch Opfer einer türkischen Erpresser-Gang, die den Jungen gnadenlos ausnimmt. Erst als ihm ein Job als Drogenkurier angetragen wird, bessert dies Michaels Situation zunächst ersichtlich...

Bis auf das seltsam wirkende Ende präsentiert Detlev Buck diesmal keine seiner skurrilen Komödien, sondern ein deftiges Jugenddrama, dass seinem Titel zumindest über weite Strecken alle Ehren macht. Dabei nervt manchmal allerdings der Wackelkamera-Einsatz, der wohl dem sozialen Realismus Tribut zollen soll. Die durchweg guten Darsteller - selbst Jenny Elvers-Elbertzhagen überzeugt als Männer verschlingende Mutter - sorgen trotz einiger aufgesetzt wirkender Szenen für ein hohes Maß an Authentizität.

Foto: © Delphi Filmverleih