Der 16-jährige Lukas ist ein Scheidungskind. Mit dem neuen Freund seiner Mutter kommt er nicht zurecht und auch in der Schule fehlt ihm der Anschluss. Um in der angesagten Schulclique zu punkten, greift Lukas zum Alkohol. So kommt er auch seiner heimlichen Liebe Sylvia ein bisschen näher. Als er schließlich die verhasste Mathelehrerin vor der Klasse demütigt, ist er endgültig anerkannt. Doch der exzessive Alkoholkonsum fordert schnell seinen Tribut.

Immer wieder berichten Medien von Jugendlichen, die sich mit Schnaps und Mixgetränken bis in die Bewusstlosigkeit trinken - kurz Komasaufen genannt. Und der Trend ist ungebrochen: Mehr als 25 000 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 werden jährlich wegen einer akuten Alkoholvergiftung in einem Krankenhaus behandelt. Auch wenn Regisseur Bodo Fürneisen, der sich bereits in dem Drama "Mein Mann, der Trinker" (ebenfalls mit Böhlich als Autor) mit den Folgen von Alkoholmissbrauch beschäftigte, zu Beginn seines Dramas kein Klischee auslässt, ist ihm dennoch eine ergreifende Tragödie gelungen, die stellvertretend für das Schicksal vieler Jugendlicher steht. Aus der Riege der gut aufgelegten Jungdarsteller ragt Markus Quentin in der Hauptrolle des Lukas heraus, der Fernsehzuschauern bereits aus Werken wie "Eine Frage des Vertrauens" und "Bis nichts mehr bleibt" bekannt sein könnte.

Foto: SWR/Alexander Kluge