Fünf Gäste werden auf einem Frankfurter Restaurantschiff erschossen, förmlich hingerichtet. Der Restaurantbesitzer wird kurze Zeit später schwer verletzt am Mainufer gefunden, die einzige Augenzeugin liegt erstochen in ihrer Küche. Für die Presse ein klarer Fall: Mord im Schutzgeldmilieu. Aber spätestens als klar wird, dass auch eine französische Journalistin an Bord war, die offenbar verschleppt wurde, stehen Kommissar Robert Marthaler und sein Team endgültig vor einem Rätsel. Oliver Frantisek, ein ehrgeiziger junger Kollege vom Landeskriminalamt, der die Sonderkommission verstärken soll, nimmt im Alleingang die Spur von Waffenhändlern auf und wird brutal ermordet. Noch ahnen weder Marthaler noch seine Kollegen, dass der Schlüssel zur Klärung der Verbrechen in der Vergangenheit liegen …

Nach dem Kriminalfilm "Kommissar Marthaler - Die Braut im Schnee" (2011) ist das der zweite Fall des titelgebenden Ermittlers Marthaler alias Matthias Koeberlin, den Regisseur Lancelot von Naso ("Waffenstillstand") nach dem gleichnamigen Roman von Jan Seghers alias Matthias Altenburg. Zwar ist das Drehbuch, das der Regisseur zusammen mit Kai-Uwe Hasenheit verfasste, oft nicht logisch und nachvollziehbar, doch dies tut der Spannung keinen Abbruch. Prominent besetzt, gut gespielt und atmosphärisch dicht in Szene gesetzt, wirkt allerdings die Lösung des Falls noch einmal reichlich aufgesetzt und damit unglaubwürdig.

Foto: ZDF/Hans-Joachim Pfeiffer