Wallander (Kenneth Branagh, Foto) hat schon viel erlebt, doch diesmal ist selbst er geschockt: Holger Eriksson, ein pensionierter Autohändler und Verfasser braver Naturlyrik, wurde in einer Pfahlgrube von angespitzten Bambusstäben durchbohrt. Die Ermittlungen werden überschattet durch den Tod von Wallanders Vaters Povel, zu dem der Kommissar ein gebrochenes Verhältnis hatte. Wallander stürzt sich in Arbeit, doch auch der vermeintliche Routinefall des vermissten Blumenhändlers Gosta Runfeldt erweist sich als ziemlich kompliziert. Runfeldt wird, an einen Baum gefesselt, ermordet aufgefunden. Das Opfer ist stark abgemagert, seine Fingernägel verdreckt und seine Unterwäsche stark verschmutzt. Der Mörder hat Runfeldt offenbar gefangen gehalten und gefoltert. Eriksson und Runfeldt wurden mit einer merkwürdigen Akribie umgebracht. Auch der dritte Mord, verübt an dem erfolgreichen Geschäftsmann Eugen Blomberg, passt in dieses seltsame Muster: Blomberg wurde in einen mit Steinen beschwerten Plastiksack gesteckt und in einen See gestoßen. Beim Ertrinken musste er seinem Mörder in die Augen sehen. Auf der Suche nach einem Motiv durchleuchtet Wallander das Privatleben der Opfer und stößt auf einen überraschenden Zusammenhang ...

Die Irin Aisling Walsh, die sich schon mit ihren ausgezeichneten Arbeiten wie "Der Preis des Verbrechens - Tod eines Mädchens", "Der Preis des Verbrechens - Herr der Fliegen" und "Sünderinnen" als begabte Regisseurin empfohlen hat, inszenierte nach der Vorlage von Henning Mankell diesen thematisch abgründigen Krimi mit Kenneth Branagh in der Rolle des berühmten Ermittlers. Das Die fünfte Frau des gleichnamigen Birger-Larsen-Krimis mit Rolf Lassgård ist nach "Kommissar Wallander - Mörder ohne Gesicht" und "Kommissar Wallander - Der Mann, der lächelte" der Abschluss der zweiten Staffel der Wallander-Verfilmungen mit Branagh.

Foto: ARD/Degeto/Yellow Bird