Der Lehrer Eric Klausmann verschwindet im Wald. Von ihm und seinem Auto fehlt jede Spur. Als sein Hund erschossen aufgefunden wird, müssen Kommissarin Lucas und ihr Team von einem Gewaltverbrechen ausgehen. Sie beginnen ihre Ermittlungen im privaten Umfeld des Lehrers. Schnell bröckelt das Bild von der familiären Idylle im Hause Klausmann. Eric hatte im letzten Jahr ein Verhältnis mit seiner Kollegin Lisa Hübner, der besten Freundin seiner Frau Nele. Seit dieser Zeit ist das Eheleben der Klausmanns gestört und Klaus Hübner, Lisas Ehemann, wacht eifersüchtig über seine Frau. Auch mit seinem 16-jährigen Sohn Kevin gibt es schwere Pubertätsprobleme. Kevin droht wegen seiner Aufsässigkeit von der Schule zu fliegen und hat darüber hinaus ständig Streit mit seinem Vater. Als Lehrer schien Klausmann bei den Schülern allseits beliebt zu sein, während Vater und Sohn schon seit längerem nicht mehr miteinander sprachen. Ellen und ihr Team forschen nach den Ursachen für das Verschwinden des Lehrers. Ihre Arbeit wird durch Nele behindert, die auf eigene Faust ermittelt und wichtiges Recherchematerial verschweigt. So eine Drohmail, die sie auf dem Computer ihres Mannes findet, in der nicht nur Klausmann massiv bedroht, sondern ein Attentat auf den Schulbetrieb angekündigt wird. Kann es sein, dass der beliebte Lehrer von seinen Schülern entführt oder sogar ihr Opfer wurde?

Regisseur Thomas Berger, der einst schon den ersten Fall ("Kommissarin Lucas - Die blaue Blume", 2002) der erfolgreichen Ermittlerin Lucas und danach viele weitere sehenswerte Fälle in Szene setzte, zeichnete auch für diesen Krimi verantwortlich, der sich allerdings eher als Sozialdrama erweist. Hier ist es der Brennpunkt Schule, in die Lucas und ihr Team ermitteln müssen. Berger, der zusammen mit Georg Heinzen ("Zugriff: Ein Team - Ein Auftrag", "Zwei Mädels auf Mallorca - Die heißeste Nacht des Jahres", "Gran Paradiso - Das Abenteuer Mensch zu sein") auch das Drehbuch verfasste, packt hier allerdings reichlich Stoff und Nebenschauplätze (möglicher Amoklauf, Erpressung, Betrug usw.) in den nur bedingt spannenden Krimi, so dass dieser zum Teil recht überfrachtet wirkt. Hervorragend sind allerdings wieder die bis in die Nebenrollen guten Darstellerleistungen.

Foto: ZDF/Thomas Schumann